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Hebammen kritisieren das Schönreden des Spitzenverbandes der Krankenkassen
Anfang der Woche fand der Schiedsstellentermin zur Vergütung der Hebammenleistungen statt. Der Spitzenverband der Krankenkassen feierte das Ergebnis in ersten Pressemeldungen als Erfolg ohne zu erwähnen, dass sich die genannten Erhöhungen (8 Euro für eine Beleggeburt und 100 Euro für eine außerklinische Geburt) auf den Vergütungsstand vom 31. 12. 2009 beziehen und die genauen Beträge erst noch in weiteren Terminen ermittelt werden müssen.
„Was die Vereinbarungen genau in Euro und Cent für alle freiberuflich erbrachten Hebammenleistungen, vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit bedeuten, steht noch nicht fest. Aber bereits heute wissen wir, dass das Ergebnis in keinster Weise existenzsichernd sein wird“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes.
Weitere Hintergrundinformationen
Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes e.V.
Die Entscheidung der Schiedsstelle ist eine bittere Enttäuschung für alle geburtshilflich tätigen Hebammen
Petitionsausschuss befasst sich mit den Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes
Müssen Frauen ab dem 1.7.2010 auf Hebammenhilfe verzichten? Unbezahlbare Haftpflichtprämien bedrohen die Existenz des Hebammenberufes und die flächendeckende Versorgung der Gebärenden Seit Monaten weist der Hebammenverband Krankenkassen und Politik darauf hin, dass durch die steigenden Haftpflichtprämien - bei stagnierenden Einnahmen - verstärkt freiberuflich tätige Hebammen aus der Geburtshilfe gedrängt werden. War es früher selbstverständlich, dass eine Hebamme neben Vorsorge und Wochenbettbetreuung auch Geburten begleitet hat, so ist deren Anteil parallel zum Anstieg der Haftpflichtprämien drastisch gesunken.
Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes 5. Mai – Internationaler Hebammentag Die Welt braucht Hebammen, mehr denn je! Der 5. Mai gilt als weltweiter Aktionstag der Hebammen und bietet die Möglichkeit einen Blick über die Grenzen zu werfen. „Die Welt braucht Hebammen, mehr denn je“, lautet das Motto der Internationalen Hebammenvereinigung. Dass in Afghanistan, Haiti und Eritrea mehr Hebammen denn je gebraucht werden scheint allen klar, denn die Betreuung der Mütter und Kinder ist in diesen Armutsländern unzureichend. Aber auch in Deutschland ist eine gute Versorgung von Müttern und Kindern - trotz sinkender Geburtenrate - nur scheinbar sicher gestellt. Auf der einen Seite existiert eine Überversorgung gesunder Schwangerer im medizinisch-technischen Bereich, auf der anderen Seite fehlt Personal, um dem großen Bedürfnis der Frauen nach Selbstbestimmung gerecht zu werden.
Gemeinsam Brücken bauen – Professionell und partnerschaftlich Der XII. Hebammenkongress tagt in Düsseldorf
Vom 10. – 12. Mai 2010 werden in Düsseldorf mehr als 2500 Hebammen erwartet. Veranstaltet wird der Kongress vom Deutschen Hebammenverband e. V. (DHV) mit seinen ca. 17 000 Mitgliedsfrauen. Der Kongress steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Gesundheit.
Die vielfältigen Vorträge und Workshops kreisen um das Spezifische der Hebammenarbeit in multiprofesionellen Teams und der Frage, wie unterschiedliche berufliche Orientierungen zum Wohle von Müttern und Kindern zusammengeführt werden können.
Hebammen sind die Fachfrauen für die Begleitung beim Übergang in die Mutterschaft, bzw. Elternschaft. Die Betreuung beginnt bei der Familienplanung und reicht über die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett bis zum Ende der Stillzeit. Bei Frauen und Familien in schwierigen medizinischen und/oder sozialen Verhältnissen, kann diese Betreuung bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes erfolgen. Der Betreuungsansatz der Hebammen ist präventiv, salutogenetisch und ressourcenorientiert. Das heißt, bei allem Tun steht die Gesunderhaltung von Mutter und Kind an erster Stelle. Hierin unterscheidet sich Hebammenhilfe von der Geburtsmedizin. Obwohl sich Hebammen ihrer besonderen Rolle bewusst sind, fühlen sie sich mit allen anderen Berufsgruppen im Krankenhaus und in der Freiberuflichkeit partnerschaftlich vernetzt. „Konkurrierendes Verhalten kann sich heute keine Berufsgruppe mehr leisten“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes. „In Zeiten von Budgetierung, Stellenabbau und steigenden Haftpflichtprämien brauchen wir vielmehr einen Schulterschluss und die respektvolle Akzeptanz aller Leistungserbringer rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Wir Hebammen sind eigenverantwortlich für gesunde Frauen und Kinder zuständig. Geburtshilfliche Notfälle und pathologische Verläufe werden von Hebammen und GynäkologInnen gemeinsam behandelt. Auch eine enge Zusammenarbeit mit Kinderärzten und Pflegekräften ist erforderlich.
Damit die Arbeit in multiprofessionellen Teams gut gelingt, brauchen wir eine wertschätzende Kommunikation zwischen den beteiligten Berufsgruppen. Gute Absprachen verbessern darüber hinaus die Vernetzung zwischen Krankenhaus und außerklinischer Versorgung. Vor allem dürfen wir nie unser gemeinsames Ziel aus den Augen verlieren, die optimale Betreuung von Mutter und Kind“, so die Hebammenpräsidentin abschließend.
Kontakt: Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes e.V. 74909 Meckesheim, Bergstraße 3 Tel: 06226/429400, Mail: ,
Hamburger Stillempfehlungen Zielpatenschaft Stillförderung veröffentlicht wichtige Broschüre
Die Zielpatenschaft Stillförderung der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAG) hat die Broschüre „Hamburger Stillempfehlungen“ veröffentlicht. Hier finden Professionelle rund ums Thema Stillen (Frauenärzte/innen, Kinder- und Jugendärzte/innen, Hebammen sowie Still- und Laktationsberaterinnen) aktuelle Empfehlungen zur Behandlung von Stillproblemen.
Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes 5. Mai – Internationaler Hebammentag Hebammen unterwegs – Für Frauen und Familien
Familienhebammen nahezu ideal Gesundheitsbehörde lobt Arbeit der 20 Familienhebammen. Nun soll der Etat für sie erhöht werden, der SPD ist das jedoch zu wenig. Sie fordert einen flächendeckenden Ausbau um die Geburtshelferinnen zu entlasten "Hamburgs Familienhebammen arbeiten erfolgreich", zu diesem Fazit kommt Gesundheitssenator Dietrich Wersich (CDU) angesichts einer in seinem Hause angefertigten Evaluation über die 16 Hebammenprojekte der Stadt. Insgesamt wurden in den Jahren 2006 und 2007 nach der Geburt ihres Kindes 422 Mütter unterstützt. In einer Umfrage unter den rund 20 Hebammen, die dort arbeiten, gaben 87 Prozent an, sie seien mit dem Betreuungsverlauf zufrieden. Die Mütter hätten einen sichereren Umgang mit ihren Kindern gefunden und Kontakt zu sozialen Netzen geknüpft. Familienhebammen sind Geburtshelferinnen, die eine sozialpädagogische Zusatzausbildung haben und länger als die üblichen drei bis vier Wochen Hausbesuche machen. Neben den klassischen Aufgaben wie Geburtsnachsorge für die Mutter und Hilfe bei Pflege und Ernährung des Babys, gewähren sie "lebenspraktische Hilfe" und unterstützen den Aufbau einer guten Mutter-Kind- Beziehung. Die Hebammen seien "erfolgreich und effektiv", lobte Wersich. "Dadurch, dass sie die Familien zuhause aufsuchen, bei Arztbesuchen begleiten und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen gewährleisten, ergänzen sie das Hilfesystem nahezu ideal." Der Senator kündigte an, die Anzahl der Hebammen zu erhöhen und den Etat in diesem Jahr um 132.000 Euro auf 597.000 Euro aufzustocken. Von dem Geld werden die Stundenkontingente in den bestehenden 16 Projekten erhöht, so dass an einem Standort möglichst zwei Familienhebammen etwa zehn Stunden arbeiten können. Für die SPD-Familienpolitikerin Carola Veit ist dies zu wenig. "Die Familienhebammen sind überlastet", sagt die Sozialpolitikerin. So habe zum Beispiel der Bezirk Mitte mit Billstedt und Veddel nur zwei Hebammenprojekte. Nicht zuletzt der Fall des toten Baby Lara aus Wilhelmsburg habe gezeigt, dass hier ein Defizit bestehe. Das Baby einer 18-jährigen Mutter war nicht zu den ärztlichen Vorsorgeterminen erschienen und am 11. März mit einem Gewicht von 4,8 Kilo gestorben. Es wäre hilfreich gewesen, sagt Veit, wenn in diesem Fall eine Familienhebamme auf das Kind geschaut hätte. Um die Frage, wie viele Familienhebammen Hamburg braucht, gibt es seit Jahren Ärger. Laut Wersichs Sprecher, Rico Schmidt, wird es über besagte Etaterhöhung hinaus keine zusätzlichen Mittel geben. Auch eine Bedarfsanalyse ist nicht geplant. Doch der Evaluationsbericht, der unter einsehbar ist, gibt Anlass zur Frage, ob der Bedarf größer ist. So wird dort lobend hervorgehoben, dass 18 Prozent der 422 erreichten Mütter "bis zu 19 Jahre alt" waren. Dies ist aber angesichts von rund 15.000 Geburten und über 300 Teenagerschwangerschaften nicht viel. Veit sieht gerade hier bei den ganz jungen Müttern eine wichtige Zielgruppe und fordert eine flächendeckende Ausweitung auf alle Stadtteile. "Dies würde etwa eine Million Euro kosten", sagt sie. Weil die Krankenkassen einen großen Teil der Hebammenkosten übernehmen, sei dies eine "preiswerte Geschichte". KAIJA KUTTER
Dr. Edith Wolber, Pressereferentin beim Deutschen Hebammenverband Tel: 06226 - 8286 oder 429400
Mail:
Bergstraße 3 74909 Meckesheim
HPV-Impfung: Notwendigkeit der Begleitforschung und Evaluation
Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGepi), Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (gmds), Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) und des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM)
Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes für den 13. Januar 2009 Schwangere und Kinder nicht vom Krankenkassenschutz ausschließen Nach einem Bericht des Spiegels sollen Zehntausende Kinder in Deutschland ohne ausreichende Krankenversicherung sein. Weil ihre gering verdienenden Eltern mit den Beitragszahlungen im Rückstand sind, verlieren auch die Ehefrauen und Kinder als mitversicherte Angehörige den Anspruch auf Kassenleistung. „Das ist ein Skandal“, so Helga Albrecht die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen muss unabhängig von ihrer finanziellen Situation eine umfassende und verbindliche medizinische Versorgung garantiert werden. Auch die Vorstellung, dass Neugeborenen und Kleinkindern wichtige Vorsorgeuntersuchungen verweigert werden, behindert die Bemühungen um eine relative Chancengleichheit und den Zugang zu früher Hilfe für alle Kinder, deren Familien in eine schwierige Lebenssituation geraten sind“. Der deutsche Hebammenverband fordert deshalb eine sofortige Korrektur und die Übernahme der sozialen Verantwortung und der Daseinsfürsorge betroffener Kinder und ihrer Familien durch den Staat.
Kontakt: Pressestelle des Deutschen Hebammenverbandes Dr. Edith Wolber, Bergstr. 3 in 74909 Meckesheim Telefon 06226 – 429400, Mail
Zum Mitmachen: Wie geht‘s in der Schwangerschaft? Hektik prägt den Alltag vieler werdender Mütter. Aber wie wirkt sich die Nervenanspannung auf das ungeborene Kind aus?
Diesen Fragen geht eine Pränatalstudie des Universitätsklinikums Heidelberg nach. Als Teilnehmerinnen werden Frauen in der ersten Schwangerschaftshälfte (bis zur 20. Schwangerschaftswoche) gesucht.
Kontakt:
"Be a Star" ist eine Kampagne zur Stillförderung im United Kingdom.
Gute Noten für die außerklinische Geburtshilfe
Die Gesellschaft für die Qualitätssicherung in der außerklinischen Geburtshilfe (QUAG e.V.) dokumentiert seit 1997 die Qualität der Versorgung in Deutschland bei Geburten in der häuslichen Umgebung oder im Geburtshaus. In regelmäßigen Qualitätsberichten veröffentlicht QUAG aktuelle Zahlen und Fakten zu diesem Thema. Die jüngsten Testergebnisse belegen: Die außerklinischen Geburt ist sicher.
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