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Hier informieren wir Sie über wissenswerte Neuigkeiten rund um Schwangerschaft, Geburt und Elternwerden. Außerdem stellen wir Ihnen neue Angebote von Hebammen im Raum Hamburg vor und berichten über Aktionen des Hebammen Verbands Hamburg.




>> Erklärungen für Fachbegriffe finden Sie hier



Aktuelles

Spitzenverband der Krankenkassen:

Das Angebot außerklinischer Geburten durch Hebammen ist überzeugend gut

 Das Ergebnis des Pilotprojektes kann sich sehen lassen. Der Vergleich der klinischen Perinataldaten aus Hessen mit den statistischen Daten der Geburten in Geburtshäusern, sogenannten Hebammen geleiteten Einrichtungen (HgE) brachte die Bestätigung. Die von QUAG erfassten Daten der HgE‘s sind in einigen Bereichen sogar überzeugend besser. Verschiedene vergleichbare Parameter wurden für die Studie ausgewählt und ein neuer Parameter entwickelt: Die gemeinsame Entlassung von Mutter und Kind nach Hause. Die gemeinsame Entlassung bildet den  Gesundheitszustand von Mutter und Kind gleichermaßen ab. Deutlich häufiger als bei einer Geburt im Krankenhaus können nach einer Geburt im Geburtshaus Mutter und Kind zusammen nach Hause entlassen werden, selbst wenn zuvor eine Risikoselektion bei Krankenhausgeburten durchgeführt wurde, die ausschließlich reif- und spontan geborene Einlinge berücksichtigt hat. Die Daten  zeigen auch, dass es in HgE seltener zu mütterlichen Dammverletzungen kommt als in der Klinik. Zudem bestätigen die Prozessparameter, dass in HgE weniger Medikamente zum Einsatz kommen und die Varianz hinsichtlich der Gebärpositionen deutlich größer ist.

Erfolgsentscheidend für die deutsche außerklinische Geburtshilfe in Hebammen geleiteten Einrichtungen,  im Vergleich zu internationalen Ergebnissen, ist offensichtlich der Einsatz qualifizierter Hebammen. Nach Ansicht der Hebammenverbände spiegelt das gute Ergebnis aus Hessen einen bundesweiten Trend wider, denn seit Jahren arbeiten die 161 Geburtshäuser in Deutschland an der Optimierung eines QM-Systems, um eine hohe Betreuungsleistung garantieren zu können.

„Dieses gute Ergebnis der hessischen Perinatalstudie, an der sowohl die Krankenkassen als auch die Hebammenverbände mitgewirkt haben freut mich sehr“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Das Ergebnis  verdeutlicht den hohen Sicherheitsstandart in den Geburtshäusern, zeigt aber auch, dass eine gekonnte Nichtintervention durch Hebammen sich positiv auf das gesundheitliche Wohlergehen von Müttern und Kinder auswirkt. Umso unverständlicher ist deshalb das  Angebot der Krankenkassen, das sie Mittwoch dieser Woche den Hebammenverbänden für eine Geburt im Geburtshaus gemacht haben“. Bislang erhält ein Geburtshaus für eine  Geburt 550 Euro, obwohl eine Abfrage in den Hebammen geleiteten Einrichtungen ergeben hat, dass ein Bedarf von über 1.300,- Euro pro Geburt besteht, um diesen hohen Qualitätsstandard halten und kostendeckend arbeiten zu können. Aus Protest gegen das mangelhafte Angebot der Krankenkassen haben die Hebammenverbände am Mittwoch die Verhandlungen unterbrochen. Sie erwarten bis kommenden Montag (5. Dezember) ein deutlich besseres Angebot.

Weitere Infos unter: Qualitätssicherung in der außerklinischen Geburtshilfe www.quag.de   und Deutscher Hebammenverband www.hebammenverband.de

Kontakt:
Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400, Mail: wolber@hebammenverband.de

 

 

Für die Tagespresse am 30.11.2011

Unterbrochene Vergütungsverhandlungen mit den Krankenkassen

Hebammenverbände: Das Maß ist voll!

Bei der heutigen 11. Verhandlungsrunde hat der GKV-Spitzenverband ein Angebot vorgelegt, das für die Hebammen inakzeptabel ist. Für alle freiberuflich erbrachten Leistungen hatten die Hebammenverbände 30% mehr gefordert; für eine Geburt im Geburtshaus eine Pauschale von 900 Euro. Bei der Vergütung für eine Geburt im Geburtshaus ließen die Kassen nicht mit sich verhandeln und sind beim bisherigen Tarif von 550 Euro geblieben. Für alle anderen freiberuflich erbrachten Hebammenleistungen von der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit haben die Kassen 1,98% geboten.

Die Hebammenverbände sind empört, denn mit einem Netto-Stundenlohn von ca. 7.50 Euro sind die Hebammen seit Jahren unterbezahlt und kämpfen ums Überleben. „All das scheint den GKV-Spitzenverband wenig zu stören“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Mit dem Angebot der Kassen lassen sich nicht annähernd die aktuellen Preissteigerungen ausgleichen“. Gerade dieser Tage haben die Hebammen-verbände vom erneuten Anstieg der Haftpflichtprämien erfahren. Im Jahre 2009 mussten die freiberuflich tätigen Hebammen mit Geburtshilfe 2370 Euro für ihre Haftpflicht bezahlen. Im Jahre 2012 werden es 4242 Euro sein; das entspricht einer Steigerung von 79% in nur drei Jahren.

„Es ist nicht mehr leistbar“, klagen die Verbände. „Eine Beleghebamme muss nach der erneuten Steigerung der Haftpflichtprämie jährlich 17,84 Geburten a 11 Stunden betreuen, um die steigenden Prämien zahlen zu können. Das heißt 196 Arbeitsstunden müssen jährlich ausschließlich für die Versicherung geleistet werden“.

Die Hebammenverbände sind auch nicht bereit der Argumentation der Kassen zu folgen und auf das Ergebnis der BMG-Studie zur Einkommenssituation der Hebammen zu warten. „Wir Hebammen brauchen sofort mehr Geld, um weiter arbeiten zu können“.

Aus Protest gegen das Angebot der Krankenkassen haben die Hebammenverbände heute die Verhandlungen unterbrochen. Sie erwarten bis kommenden Montag (5. Dezember) ein deutlich besseres Angebot.


Fotomaterial von der heutigen Mahnwache vor dem Hauptsitz der AOK  Berlin - in Kürze unter www.hebammenverband.de

 

Große Resonanz

Nordelbische Kirche sammelt 9200 Unterschriften gegen Hebammen-Mangel

Kiel (frb/tk). Mehr als 9200 Menschen haben bislang einen Brief unterzeichnet, mit dem die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche eine stärkere politische Unterstützung für Hebammen anmahnt. Am Epiphaniastag (Donnerstag, 6. Januar 2011) endet die Aktion, an der sich viele Kirchengemeinden und Einrichtungen seit dem 1. Advent beteiligt haben. Die Nordelbische Kirche sowie die Hebammenverbände Schleswig-Holstein und Hamburg wollen mit dem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler auf die drohende Unterversorgung von Frauen und Kindern unter der Geburt durch freiberufliche Hebammen aufmerksam machen.

Download Pressemeldung >>

 

Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes e.V. vom 14.12.2010

Deutscher Hebammenverband  begrüßt Stärkung der Familienhebammen und betont die präventive Bedeutung originärer Hebammenarbeit

Das Gespräch des Deutschen Hebammenverbandes im Familienministerium hat Wirkung gezeigt. Familienministerin Kristina Schröder legte gestern einen Gesetzesentwurf vor, um die Arbeit der Familienhebammen ab 2012 mit jährlich 30 Millionen Euro zu unterstützen. Der Hebammenverband begrüßt diesen Gesetzesentwurf, um den Kinderschutz im Land zu verbessern.

Gleichzeitig weist der Verband darauf hin, dass originäre Hebammenarbeit schon immer „Frühe Hilfe“ war und ist. Zu den Aufgaben originärer Hebammenarbeit gehört ein aufsuchendes, niedrigschwelliges  Hilfsangebot. „Und das wird auch in Zukunft so bleiben“, so die Präsidentin des Hebammenverbandes, Martina Klenk. Die medizinische Betreuung von Mutter und Kind ist nur eine Facette unseres Leistungsangebotes. Die emotionale und psychosoziale Begleitung im Umbruch zur Elternschaft gehört ebenfalls zu den Kernaufgaben der Hebammenarbeit. Eine achtsame Betreuung vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit verstehen wir Hebammen als einen gesellschaftlich relevanten Beitrag zur Frauen- und Familiengesundheit. Durch kompetente Hebammenbegleitung werden  Mütter und Väter in der sensiblen Bindungsphase gestärkt und die Familienbildung bis zum ersten Geburtstag des Kindes unterstützt. Erst wenn sich zeigt, dass eine Familie aufgrund ihrer besonderen Lebenslage weitergehende Unterstützung braucht , die  über das Hilfsangebot der originären Hebammenarbeit hinausgeht, wird eine Familienhebamme vermittelt“ so die Präsidentin.  Das Angebot der Familienhebammen richtet sich deshalb vorwiegend an Menschen in besonderen Lebenslagen.

Die Praxis zeigt, dass das beratende und begleitende Angebot durch Familienhebammen sehr gut angenommen wird und langfristig vermutlich erfolgreicher sein wird, als Sanktionen und Strafen im Namen des Kinderschutzes.

Hebammen und Familienhebammen genießen besonderes Vertrauen der Frauen und Familien, da ihr Angebot auf Unterstützung ausgerichtet ist und sie der Schweigepflicht unterliegen. 

Weitere Infos unter www.hebammenverband.de und www.nordelbien.de

Kontakt:
Dr. Edith Wolber Pressestelle des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400
Mail: wolber@hebammenverband.de

 

Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes für den 6. 12.2010

Deutscher Hebammenverband dankt der nordelbischen Kirche für die Unterstützung

Mit dem heutigen Start der Unterschriften- und Postkartenaktion durch die Nordelbische Evangelisch-Lutheranische Kirche erfährt der Deutsche Hebammenverband große Unterstützung. „Wir begrüßen diese Aktion, und fühlen uns getragen durch das Engagement der nordelbischen Kirche“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes. „Wir als kleine Berufsgruppe sind auf vielfältige Rückenstärkung angewiesen, um für alle Kinder einen guten Anfang und für alle Mütter und Väter einen gelingenden Beginn mit ihren Kindern zu ermöglichen. Eine flächendeckende Hebammenhilfe ist als wichtige Investition in die Familien und die Gesellschaft zu betrachten, weil sie das gesunde Aufwachsen und Wohlergehen aller Kinder unterstützt“, so die Präsidentin der Hebammen.

Seit Jahresbeginn macht der Deutsche Hebammenverband durch vielfältige Aktionen auf die problematische Arbeits- und Einkommenssituation der ca. 18 000 Hebammen im Land aufmerksam. Besonders hart sind diejenigen Hebammen betroffen, die als freiberuflich Tätige Geburtshilfe anbieten. Dabei ist es gleichgültig, ob sie als sogenannte Beleghebamme im Krankenhaus arbeiten, in einem Geburtshaus oder als Hausgeburtshebamme. Alle tragen die gleiche Last durch die massiv gestiegenen berufsbedingten Ausgaben, wie z.B. Mieten und Haftpflichtprämien bei gleichzeitiger Stagnierung der Vergütung für ihre Leistungen. Zu viele Hebammen sehen sich deswegen zum Aufgeben der Geburtshilfe gezwungen. Die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe ist bereits heute stark gefährdet.

Weitere Infos unter www.hebammenverband.de und www.nordelbien.de

Kontakt:
Dr. Edith Wolber Pressestelle des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400
Mail: wolber@hebammenverband.de

 

Pressemeldung für den 10. November 2010

Ehrenworte! Minister Rösler sagt Hebammen Unterstützung aus seinem
Ministerium zu

Das gestrige Gespräch zwischen den Vertreterinnen der Hebammenverbände
und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler war viel versprechend. Der
Minister versicherte, dass aus dem Gesundheitsministerium Unterstützung
für die Hebammen kommen werde.

Zwischen dem Gesundheitsministerium und den Hebammenverbänden wurden
konkrete Arbeitsschritte vereinbart. Dazu gehört eine vom Bundesministerium für Gesundheit zu finanzierende Datenerhebung zur Lage der geburtshilflichen Versorgung mit Hebammenhilfe und zur Einkommenssituation der Hebammen. Das Design dieser Studie wird durch die Berufsverbände maßgeblich mitbestimmt.

Zudem wird Minister Rösler eine Gesetzesänderung anregen damit die Kosten, die eine Hebamme für die Berufsausübung aufzubringen, hat wie beispielsweise für die Haftpflichtversicherung, zwingend bei Vergütungsverhandlungen berücksichtigt werden.

Nach wie vor ist Hebammenhilfe nicht im Sozialgesetzbuch (SGB) verankert, sondern noch immer in der Reichsversicherungsverordnung von 1911. Weil Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit nicht als gesunde, physiologische Ereignisse im SGB benannt sind, haben sie in der aktuellen Überarbeitung des Präventionsleitfaden auch keine Berücksichtigung gefunden. „Auch diese Themen haben wir besprochen.
Minister Rösler hat auch  hier Handlungsbedarf erkannt und seine Unterstützung zugesagt“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes.  „Wir werden jetzt auf der Arbeitsebene zeitnah weitere Termine vereinbaren und dann hoffen wir auf erkennbare Änderungen bis Mitte 2011“, so die Präsidentin.

Vor knapp einem Jahr hatte der Deutsche Hebammenverband 60 000 Unterschriften an den neuen Gesundheitsminister überreicht. Verbunden war damit die Hoffnung, dass die neue Regierung endlich Rahmenbedingungen schaffen wird, damit Hebammen ihrem Versorgungsauftrag  gegenüber schwangeren Frauen und ihren Familien nachkommen können.
Durch eine weitere Erhöhung der Haftpflichtprämie sind die Arbeitsbedingungen für freiberuflich tätige Hebammen mit Geburtshilfe noch einmal deutlich dramatischer geworden. Auch die erfolgreichste aller E-Petitionen mit über 180 000 Zeichnungen konnte nicht verhindern, dass seit Sommer noch einmal 10%  der freiberuflichen Hebammen die Geburtshilfe aufgegeben haben.

Weitere Infos unter www.hebammenverband.de

Kontakt:
Dr. Edith Wolber Pressestelle des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400
Mail: wolber@hebammenverband.de

 

 

 

Pressemeldung für den 18. Oktober 2010

Ignoranz im Gesundheitsministerium
Mit einer Mahnwache fordern Hebammen, dass Minister seine Zusagen endlich erfüllt

Am 21. Oktober 2010 werden Hebammen schweigend vor dem Gesundheitsministerium in Berlin stehen. Mit ihrer Mahnwache wollen sie auf die immer noch prekären Arbeitsbedingungen der Hebammen hinweisen, die Ignoranz der Bundespolitik anprangern und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler an die Einhaltung seines Versprechens erinnern. Im Frühsommer, als die problematische Arbeits- und Einkommenssituation der Hebammen großes Medienecho gefunden hatte, wurden aus dem Gesundheitsministerium  Zusagen gemacht, die bis heute nicht erfüllt worden sind. Der Deutsche Hebammenverband wird aber auf das Einrichten eines Runden Tisches zwischen Gesundheits- und Familienministerium, dem Krankenkassen-Spitzenverband und den Hebammenverbänden bestehen. Im Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler Ende Mai wurde dieser Runde Tisch als Lösungsmöglichkeit für die ungeklärten Zuständigkeiten zwischen den Ministerien und den Krankenkassen für die Hebammenhilfe zugesagt. Das Bundesgesundheitsministerium hat sich selbst aus der Pflicht genommen, indem Minister Rösler auf die Einigung der Schiedsstelle verweist. „Das war aber keine Einigung“, so Martina Klenk die Präsidentin des Hebammenverbandes, „das war Erpressung. Das Ergebnis der Schiedsstelle ist eine Katastrophe für die Kolleginnen. Bezogen auf das Gesamtvolumen der Hebammenleistungen beträgt die Erhöhung weniger als 2%. Diese Erhöhung ist weder Existenz sichernd, noch können Hebammen davon die gestiegenen Haftpflichtprämien zahlen“.

Die verschiedenen Berufsverbände haben sich nach dem Spruch der Schiedsstelle intensiv mit dem Vorgehen einer Klage befasst. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint eine Klageerhebung jedoch nicht sinnvoll und wäre juristisch auch nicht Erfolg versprechend,  da noch immer Datengrundlagen zur Versorgungslage mit Hebammenhilfe in Deutschland fehlen, auf die juristische Bezugnahmen überhaupt möglich sind. „Auch das war eine Forderung, die der Hebammenverband in Zusammenhang mit der E-Petition formuliert hat. Aber auch in dieser Hinsicht ist nichts geschehen“. Unter den Hebammen wächst in der Zwischenzeit der Verdacht, dass der neue Gesundheitsminister primär an der Vertretung seiner Standeskollegen Interesse hat und weniger an den anderen AkteurInnen der Gesundheitsversorgung.

Erfreulich ist dagegen die Unterstützung der Hebammen auf Länderebene. Während der Mahnwachen durch die 16 Bundesländer haben sich Ministerien und Fraktionen aller politischen Couleur engagiert für den Erhalt und die Sicherstellung einer wohnortnahen geburtshilflichen Versorgung mit Hebammenhilfe eingesetzt. Auch seitens der Gesundheitsministerkonferenz wird auf die drohenden Versorgungsengpässe hingewiesen, wenn Hebammen aus wirtschaftlicher Not ihren Beruf aufgeben müssen. Der Hebammenverband hofft jetzt auf den Druck durch die Länder, um Minister Rössler in die Pflicht zu nehmen.

Weitere Infos unter www.hebammenverband.de

Kontakt:
Dr. Edith Wolber Pressestelle des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400
Mail: wolber@hebammenverband.de

 

Hebammen kritisieren das Schönreden des Spitzenverbandes der Krankenkassen

Anfang der Woche fand der Schiedsstellentermin zur Vergütung der Hebammenleistungen statt. Der Spitzenverband der Krankenkassen feierte das Ergebnis in ersten Pressemeldungen als Erfolg ohne zu erwähnen, dass sich die genannten Erhöhungen (8 Euro für eine Beleggeburt und 100 Euro für eine außerklinische Geburt) auf den Vergütungsstand vom 31. 12. 2009 beziehen und die genauen Beträge erst noch in weiteren Terminen ermittelt werden müssen. 

„Was die Vereinbarungen genau in Euro und Cent für alle freiberuflich erbrachten Hebammenleistungen, vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit bedeuten, steht noch nicht fest. Aber bereits heute wissen wir, dass das Ergebnis in keinster Weise existenzsichernd sein wird“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes.

Weitere Hintergrundinformationen  www.hebammenverband.de


Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes e.V.

Die Entscheidung der Schiedsstelle ist eine bittere Enttäuschung für alle geburtshilflich tätigen Hebammen

Download Pressemeldung (pdf) >>

 

Petitionsausschuss befasst sich mit den Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes
Download Pressemeldung (pdf) >>

 

Müssen Frauen ab dem 1.7.2010 auf Hebammenhilfe verzichten?
Unbezahlbare Haftpflichtprämien bedrohen die Existenz des Hebammenberufes
und die flächendeckende Versorgung der Gebärenden
Seit Monaten weist der Hebammenverband Krankenkassen und Politik darauf hin, dass
durch die steigenden Haftpflichtprämien - bei stagnierenden Einnahmen - verstärkt
freiberuflich tätige Hebammen aus der Geburtshilfe gedrängt werden.
War es früher selbstverständlich, dass eine Hebamme neben Vorsorge und
Wochenbettbetreuung auch Geburten begleitet hat, so ist deren Anteil parallel zum
Anstieg der Haftpflichtprämien drastisch gesunken.
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Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes
5. Mai – Internationaler Hebammentag
Die Welt braucht Hebammen, mehr denn je!
Der 5. Mai gilt als weltweiter Aktionstag der Hebammen und bietet die Möglichkeit einen Blick über die Grenzen zu werfen. „Die Welt braucht Hebammen, mehr denn je“, lautet das Motto der Internationalen Hebammenvereinigung. Dass in Afghanistan, Haiti und Eritrea mehr Hebammen denn je gebraucht werden scheint allen klar, denn die Betreuung der Mütter und Kinder ist in diesen Armutsländern unzureichend. Aber auch in Deutschland ist eine gute Versorgung von Müttern und Kindern - trotz sinkender Geburtenrate - nur scheinbar sicher gestellt. Auf der einen Seite existiert eine Überversorgung gesunder Schwangerer im medizinisch-technischen Bereich, auf der anderen Seite fehlt Personal, um dem großen Bedürfnis der Frauen nach Selbstbestimmung gerecht zu werden.
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Gemeinsam Brücken bauen – Professionell und partnerschaftlich
Der XII. Hebammenkongress tagt in Düsseldorf


Vom 10. – 12. Mai 2010 werden in Düsseldorf mehr als 2500 Hebammen erwartet.
Veranstaltet wird der Kongress vom Deutschen Hebammenverband e. V. (DHV) mit seinen ca. 17 000 Mitgliedsfrauen. Der Kongress steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Gesundheit.

Die vielfältigen Vorträge und Workshops kreisen um das Spezifische der Hebammenarbeit in multiprofesionellen Teams und der Frage, wie unterschiedliche berufliche Orientierungen zum Wohle von Müttern und Kindern zusammengeführt werden können.

Hebammen sind die Fachfrauen für die Begleitung beim Übergang in die Mutterschaft, bzw. Elternschaft. Die Betreuung beginnt bei der Familienplanung und reicht über die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett bis zum Ende der Stillzeit. Bei Frauen und Familien in schwierigen medizinischen und/oder sozialen Verhältnissen, kann diese Betreuung bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes erfolgen.
Der Betreuungsansatz der Hebammen ist präventiv, salutogenetisch und ressourcenorientiert. Das heißt, bei allem Tun steht die Gesunderhaltung von Mutter und Kind an erster Stelle. Hierin unterscheidet sich Hebammenhilfe von der Geburtsmedizin.
Obwohl sich Hebammen ihrer besonderen Rolle bewusst sind, fühlen sie sich mit allen anderen Berufsgruppen im Krankenhaus und in der Freiberuflichkeit partnerschaftlich vernetzt. „Konkurrierendes Verhalten kann sich heute keine Berufsgruppe mehr leisten“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes. „In Zeiten von Budgetierung, Stellenabbau und steigenden Haftpflichtprämien brauchen wir vielmehr einen Schulterschluss und die respektvolle Akzeptanz aller Leistungserbringer rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.  Wir Hebammen sind  eigenverantwortlich für gesunde Frauen und Kinder zuständig. Geburtshilfliche Notfälle und pathologische Verläufe werden von Hebammen und GynäkologInnen gemeinsam behandelt. Auch eine enge Zusammenarbeit mit Kinderärzten und Pflegekräften ist erforderlich.

Damit die Arbeit in multiprofessionellen Teams gut gelingt, brauchen wir eine wertschätzende Kommunikation zwischen den beteiligten Berufsgruppen. Gute Absprachen verbessern darüber hinaus die Vernetzung zwischen Krankenhaus und außerklinischer Versorgung. Vor allem dürfen wir nie unser gemeinsames Ziel aus den Augen verlieren, die optimale Betreuung von Mutter und Kind“, so die Hebammenpräsidentin abschließend.

Kontakt: Dr. Edith Wolber,
Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes e.V.
74909 Meckesheim, Bergstraße 3
Tel:  06226/429400, Mail: wolber@hebammenverband.de, www.hebammenverband.de

 

Hamburger Stillempfehlungen
Zielpatenschaft Stillförderung veröffentlicht wichtige Broschüre

Die Zielpatenschaft Stillförderung der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAG) hat die Broschüre „Hamburger Stillempfehlungen“ veröffentlicht. Hier finden Professionelle rund ums Thema Stillen (Frauenärzte/innen, Kinder- und Jugendärzte/innen, Hebammen sowie Still- und Laktationsberaterinnen) aktuelle Empfehlungen zur Behandlung von Stillproblemen.

Download Broschüre (pdf) >>

 

Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes
5. Mai – Internationaler Hebammentag
Hebammen unterwegs – Für Frauen und Familien

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Familienhebammen nahezu ideal
Gesundheitsbehörde lobt Arbeit der 20 Familienhebammen. Nun soll der Etat für sie erhöht werden, der SPD ist das jedoch zu wenig. Sie fordert einen flächendeckenden Ausbau um die Geburtshelferinnen zu entlasten "Hamburgs Familienhebammen arbeiten erfolgreich", zu diesem Fazit kommt Gesundheitssenator Dietrich Wersich (CDU) angesichts einer in seinem Hause angefertigten Evaluation über die 16 Hebammenprojekte der Stadt. Insgesamt wurden in den Jahren 2006 und 2007 nach der Geburt ihres Kindes 422 Mütter unterstützt. In einer Umfrage unter den rund 20 Hebammen, die dort arbeiten, gaben 87 Prozent an, sie seien mit dem Betreuungsverlauf zufrieden. Die Mütter hätten einen sichereren Umgang mit ihren Kindern gefunden und Kontakt zu sozialen Netzen geknüpft.
Familienhebammen sind Geburtshelferinnen, die eine sozialpädagogische Zusatzausbildung haben und länger als die üblichen drei bis vier Wochen Hausbesuche machen. Neben den klassischen Aufgaben wie Geburtsnachsorge für die Mutter und Hilfe bei Pflege und Ernährung des Babys, gewähren sie "lebenspraktische Hilfe" und unterstützen den Aufbau einer guten Mutter-Kind- Beziehung.
Die Hebammen seien "erfolgreich und effektiv", lobte Wersich. "Dadurch, dass sie die Familien zuhause aufsuchen, bei Arztbesuchen begleiten und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen gewährleisten, ergänzen sie das Hilfesystem nahezu ideal." Der
Senator kündigte an, die Anzahl der Hebammen zu erhöhen und den Etat in diesem Jahr um 132.000 Euro auf 597.000 Euro aufzustocken. Von dem Geld werden die Stundenkontingente in den bestehenden 16 Projekten erhöht, so dass an einem Standort möglichst zwei Familienhebammen etwa zehn Stunden arbeiten können.
Für die SPD-Familienpolitikerin Carola Veit ist dies zu wenig. "Die Familienhebammen sind überlastet", sagt die Sozialpolitikerin. So habe zum Beispiel der Bezirk Mitte mit Billstedt und Veddel nur zwei Hebammenprojekte. Nicht zuletzt der Fall des toten Baby Lara aus Wilhelmsburg habe gezeigt, dass hier ein Defizit bestehe. Das Baby einer 18-jährigen Mutter war nicht zu den ärztlichen Vorsorgeterminen erschienen und am 11. März mit einem Gewicht von 4,8 Kilo gestorben. Es wäre hilfreich gewesen, sagt Veit, wenn in diesem Fall eine Familienhebamme auf das Kind geschaut hätte. Um die Frage, wie viele Familienhebammen Hamburg braucht, gibt es seit Jahren Ärger. Laut Wersichs Sprecher, Rico Schmidt, wird es über besagte Etaterhöhung hinaus keine zusätzlichen Mittel geben.
Auch eine Bedarfsanalyse ist nicht geplant.
Doch der Evaluationsbericht, der unter www.hamburg.de/bsg einsehbar ist, gibt Anlass zur Frage, ob der Bedarf größer ist. So wird dort lobend hervorgehoben, dass 18 Prozent der 422 erreichten Mütter "bis zu 19 Jahre alt" waren. Dies ist aber angesichts von rund 15.000 Geburten und über 300 Teenagerschwangerschaften nicht viel.
Veit sieht gerade hier bei den ganz jungen Müttern eine wichtige Zielgruppe und fordert eine flächendeckende Ausweitung auf alle Stadtteile. "Dies würde etwa eine Million Euro kosten", sagt sie. Weil die Krankenkassen einen großen Teil der Hebammenkosten
übernehmen, sei dies eine "preiswerte Geschichte". KAIJA KUTTER

Dr. Edith Wolber,
Pressereferentin beim
Deutschen Hebammenverband
Tel: 06226 - 8286 oder 429400

Mail: wolber@hebammenverband.de

Bergstraße 3
74909 Meckesheim

 

HPV-Impfung: Notwendigkeit der Begleitforschung und Evaluation

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGepi), Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (gmds), Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) und des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM)

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Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes für den 13. Januar 2009
Schwangere und Kinder nicht vom Krankenkassenschutz ausschließen
 
Nach einem Bericht des Spiegels sollen Zehntausende Kinder in Deutschland ohne ausreichende Krankenversicherung sein. Weil ihre gering verdienenden Eltern mit den Beitragszahlungen im Rückstand sind, verlieren auch die Ehefrauen und Kinder als mitversicherte Angehörige den Anspruch auf Kassenleistung. „Das ist ein Skandal“, so Helga Albrecht die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen muss unabhängig von ihrer finanziellen Situation eine umfassende und verbindliche medizinische Versorgung  garantiert werden. Auch die Vorstellung, dass Neugeborenen und Kleinkindern wichtige Vorsorgeuntersuchungen verweigert werden, behindert die Bemühungen um eine relative Chancengleichheit und den Zugang zu früher Hilfe für alle Kinder, deren Familien in eine schwierige Lebenssituation geraten sind“.  Der deutsche Hebammenverband fordert deshalb eine sofortige Korrektur und die Übernahme der sozialen Verantwortung und der Daseinsfürsorge betroffener Kinder und ihrer Familien durch den Staat.

Kontakt:
Pressestelle des Deutschen Hebammenverbandes
Dr. Edith Wolber, Bergstr. 3 in 74909 Meckesheim
Telefon 06226 – 429400, Mail wolber@hebammenverband.de

 

Zum Mitmachen:
Wie geht‘s in der Schwangerschaft?
Hektik prägt den Alltag vieler werdender Mütter. Aber wie wirkt sich die Nervenanspannung auf das ungeborene Kind aus?

Diesen Fragen geht eine Pränatalstudie des Universitätsklinikums Heidelberg nach. Als Teilnehmerinnen werden Frauen in der ersten Schwangerschaftshälfte (bis zur 20. Schwangerschaftswoche) gesucht.

Kontakt: steffi.rothenberger@med.uni-heidelberg.de 

"Be a Star" ist eine Kampagne zur Stillförderung im United Kingdom.

Gute Noten für die außerklinische Geburtshilfe

Die Gesellschaft für die Qualitätssicherung in der außerklinischen Geburtshilfe (QUAG e.V.) dokumentiert seit 1997 die Qualität der Versorgung in Deutschland bei Geburten in der häuslichen Umgebung oder im Geburtshaus. In regelmäßigen Qualitätsberichten veröffentlicht QUAG aktuelle Zahlen und Fakten zu diesem Thema. Die jüngsten Testergebnisse belegen: Die außerklinischen Geburt ist sicher.
Die wichtigsten Ergebnisse >>











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