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Wassergeburt

Warmes Wasser in Form des Entspannungsbades während der Wehen gehört schon seit langer Zeit zu den sanften Methoden, die helfen, Anspannung und Schmerzen besser zu verarbeiten. Gebären im Wasser bedeutet maximale Entspannung für Mutter und Kind und bietet damit optimale Voraussetzungen für eine natürliche Geburt. Viele Frauen empfinden die Wehen weniger schmerzhaft, die Gebärende hat Bewegungsfreiheit und der Beckenboden ist elastischer. Die halbaufrechte Haltung trägt mit dazu bei, dass die Geburt als eine aktive und selbstbestimmte Erfahrung erlebt wird.
Auch für das Baby hat die Wassergeburt Vorteile. Die Entspannung der Mutter bewirkt, dass der Geburtsstress für das Kind reduziert ist und der Übergang vom Fruchtwasser über das Badewasser an die Außenluft ist sanfter. Weil das Baby über einen angeborenen Tauchreflex verfügt, besteht keine Gefahr, dass es unter Wasser Luft holt und Badewasser einatmet. Der erste Atemzug erfolgt erst wenn das Kind mit der Außenluft in Kontakt kommt. Auch Infektionen aufgrund des Badewassers sind nicht zu befürchten. In Deutschland gibt es seit mehr als 20 Jahren sehr gute Erfahrungen mit Wassergeburten. Viele Kliniken bieten diese Geburtsform an. Zahlreiche Studienergebnisse belegen die Vorteile dieser Methode für Mutter und Kind wie:
- eine deutliche verkürzte Geburtsdauer
- weniger beziehungsweise meist gar kein Bedarf an Schmerzmitteln
- wesentlich weniger Geburtsverletzungen - meist kein Dammschnitt und seltener Dammrisse
- eine kürzere Verweildauer in der Klinik
- weniger Geburtsstress für das Baby
- Geburt in einem für die Frau geschützten Raum
Wenn Sie eine Wassergeburt planen, erkundigen Sie sich, ob die Klinik Ihrer Wahl diese Möglichkeit anbietet. Fragen Sie auch, wie viele Babys dort jährlich im Wasser geboren werden. Ob Sie ihr Kind letztlich im Wasser gebären können, wird davon abhängen, ob der bisherige Verlauf ihrer Schwangerschaft und das aktuelle Wohlbefinden während der Geburt dies für Sie und Ihr Baby erlauben. Wenn Sie einen Wehentropf oder eine Periduralanästhesie benötigen, ist eine Wassergeburt nicht möglich. Darüber hinaus ist es in der Klinik auch von der aktuellen Situation im Kreißsaal abhängig, ob eine Betreuung für die Wassergeburt zur Verfügung steht.
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